TOUR DE FRANCE - 2.ETAPPE
Viertelfinale, Sturzpech und Solidarität
05.07.2010 - Die ersten drei Tage der Tour de France liegen hinter Gerald. Hier eine Zusammenfassung dieser ereignisreichen Etappen.
Gerald während der ersten Etappe
(Fotos: Hennes Roth)
Da der Prolog zeitgleich zum WM-Spiel Deutschland gegen Argentinen stattfand, ließen es sich die Milram-Fahrer nicht nehmen, vor und nach ihren Zeitfahren das WM-Viertelfinale im Team-Bus zu verfolgen. Gerald - im Deutschland-Trikot - feuerte die Nationalelf, allen voran Lukas Podolski, fleißig an und stieg beim Stand von 3:0 zum Warmfahren auf die Rolle. Im strömenden Regen, raste er durch Rotterdam. Nach einem für seine Verhältnisse wirklich guten Prolog, war Gerald zufrieden: "Es war ganz okay - dafür, dass das Zeitfahren nicht meine Disziplin ist. Ein schönes WarmUp für die nächsten Tage. Es macht Spaß vor so vielen Zuschauern zu fahren!"
Bei der 1. Etappe standen noch mehr Zuschauer an der Strecke. "Ab der belgischen Grenze waren unglaublich viele Leute am Straßenrand. Das erlebt man nicht alle Tage", so Gerald. Der Rennverlauf gestaltete sich anders, als viele dachten. Der Wind wehte heftig, so dass sich ein Windkantenrennen abzeichnete. Aber die erwartete Selektion blieb aus. Es kam zum Massensprint. "Das Team hat mir den Sprint ziemlich gut angefahren. Ab 3-4 Kilometer vor der Ziellinie war auf sie Verlass." Doch dann gab es 1,5 Kilometer vor Schluss den ersten von drei Stürzen im Finale. "Ich bin auf den Sturz aufgefahren und hab mir dabei einen Defekt zugezogen", so Gerald. Das Rennen war für ihn gelaufen. "Schade, ich dachte es wäre vorbei. Aber das Sturzpech bleibt mir treu. Ich bin froh, dass ich mich nicht verletzt habe."
"Heute war mein erster Tag mit schlechten Beinen", war Geralds Kommentar zur 2. Etappe. "Man sagt, ein schlechter Tag gehört zu einer dreiwöchigen Rundfahrt dazu. Ich hoffe, ich habe den jetzt hinter mir." Am Ende des Tages kam es überraschender Weise nicht zum Sprint. Aus Solidarität mit den zahlreich auf der vorletzten Abfahrt des Tages gestürzten Fahrern, fuhr das Peloton geschlossen über die Ziellinie. "Wenn ich heute gute Beine gehabt hätte, hätte ich mich richtig geärgert, auf das Finale verzichten zu müssen. Ich freue mich auf die nächsten Tage und hoffentlich gute Beine!"
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