TOUR DE FRANCE - 4.ETAPPE

Gerald kam gut durch die "Hölle des Nordens"

07.07.2010 - Gerald kommt bei der Tour de France langsam in Fahrt. Nach Platz 188 und 162 auf den ersten beiden Etappen wurde er vorgestern 22. und gestern kratzte er mit Rang 11 an einer Top10-Platzierung.

Gerald auf einer der Kopfsteinpflaster-Passagen
(Fotos: Hennes Roth)

Für die Etappe am vergangenen Dienstag hatten sich die Organisatoren etwas ganz besonderes einfallen lassen. Das 213 Kilometer lange Teilstück von Wanze nach Arenberg führte durch die "Hölle des Nordens". Sieben Kopfsteinpflaster-Passagen über insgesamt 13 Kilometer (bekannt vom Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix) waren zu bewältigen. Gerald kam gut zurecht mit den Bedingungen und führte als 22. die vierte Gruppe ins Ziel. "Ich bin froh, dass ich sturzfrei geblieben bin. Das war das Wichtigste", so der Pulheimer. "Leider hatte Linus am Ende großes Pech und verlor viel Zeit. Er lag ziemlich gut und hätte ohne die Stürze wahrscheinlich einen großen Sprung nach vorn in der Gesamtwertung gemacht."

Einen Tag später gab es einen Sprint-Royal. Nach 153 größtenteils flachen Kilometern waren alle Top-Sprinter versammelt, um in Reims um den Tagessieg zu kämpfen. Alessandro Petacchi hatte am Ende die schnellsten Beine, während Gerald als Elfter die Ziellinie überquerte. "Das war heute ein absoluter Hochgeschwindigkeitssprint. Wie gemacht für Sprintertypen á la Alessandro Petacchi. Mir liegen die tellerflachen Sprintankünfte nicht 100-prozentig. Zudem war ich auf dem letzten Kilometer zwei, drei Mal im Wind. Das hat mich ein paar Körner gekostet. Daher war am Ende eine Top-Platzierung nicht drin. Dennoch hatte ich mir vor der Etappe natürlich mehr vorgenommen und hoffe auf Besserung in den nächsten Tagen."

Die Etappen 5 und 6 sind höchstwahrscheinlich auch in den Händen der Sprinter, so dass die nächsten Chancen auf eine gute Platzierung nicht lange auf sich warten lassen.